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Stethoskop
Behandlung durch apparative intermittierende Kompression
Lymphödem

Apparative intermittierende Kompression

Die apparative intermittierende Kompression (AIK) wird in Deutschland erst seit ca.
30 Jahren in bedeutendem Umfang betrieben. Anerkannte Gerätesysteme werden
in Klinik und Arztpraxen professionell zur Therapie von venösen oder lymphati-
schen Staukrankheiten der Extremitäten eingesetzt und – seit der Zulassung zur
ärztlichen Verordnung im Jahre 1982 – auch in der Heimtherapie verwendet.
Die apparative intermittierende Kompression kann im Rahmen der komplexen
physikalischen Entstauungstherapie ein wichtiger Bestandteil sein, da die
Behandlungserfolge der manuellen Lymphdrainage gesichert werden können. Die
Therapie wird in Arztpraxis oder Klinik durchgeführt und ist als ärztliche Leistung
abrechenbar. Bei Patienten ist diese spürbar körpernahe Behandlung akzeptiert
und beliebt, was auf objektive Heilungserfolge und auch auf das subjektive
Wohlbefinden während und nach der Behandlung zurückzuführen ist. Die beim
Arzt begonnene Therapie kann mittels eines Heimgerätes zu Hause fortgesetzt
werden und erspart damit dem Patienten Wege und Zeit.

Indikationen

Thromboembolie-Prophylaxe
Postthrombotisches Syndrom
Ulcus cruris
Venöse Ödeme
Posttraumatisches Ödem
Lymphödeme
Lipödeme
Ödem-Mischformen
Periphere arterielle Verschlusskrankheit unter strenger Kontrolle
Diabetischer Fußdefekt
Sensorische Störung bei Hemiplegie

 

Definiton Einkammer- und Mehrkammergeräte

Einkammergeräte

Hydropress Einkammergerät

Definition:

Gleichmäßiger Druck der Manschette auf Bein oder Arm.

Argument:

Durch den intermittierenden Druck werden unter anderem Strömungsverbesserungen erreicht, wobei die rhythmische Kompression ähnlich der körpereigenen Muskel-Venen-Pumpe im gestauten Gewebe den Flüssigkeitstransport fördert.

Indikationen:

Gemäß den medizinischen Leitlinien (phlebologische Stauungs-zustände)

Nicht geeignet für:

  • Lymphödem
  • Lipödem
  • Ödem-Mischformen

 

Mehrkammergeräte

Hydropress Mehrkammergeräte

Definition:

  • Nebeneinander liegende Luftkammern (3, 6 oder 12)
  • Jede Kammer wird direkt dosiert angesteuert
  • Luftfüllung erfolgt nacheinander von distal nach proximal

Argument:

Durch die sequentielle rhythmische Kompression wird neben den strömungsmechanischen Effekten die Flüssigkeit im gestauten Gewebe gezielt von distal nach proximal gefördert, wodurch der venöse und lymphatische Abfluss wesentlich unterstützt werden (Milking).

Indikationen:

Gemäß den medizinischen Leitlinien für alle Indikationen geeignet.

 

 

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